Karl Marold

Kranführer. Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime. Hingerichtet.

* 1904    † 1943

 

Lebenslauf

Karl Marold wurde am 18.9.1941 in Wien geboren. Er arbeitete als Kranführer. Er schloß sich der sozialdemokratischen Arbeiterpartei Österreich und der Gewerkschaft der Metallarbeiter an.

Mitglied einer illegalen KPÖ-Betriebsgruppe

Karl Marold gehörte zur illegalen KPÖ-Betriebsgruppe im Siemens-Schuckertwerk (Wien-Leopoldau).

Widerstand, Verhaftung, Todesurteil

Am 8. 4. 1942 wurde Karl Marold verhaftet und am 8. 12. 1942 zum Tode verurteilt. Am 13.4.1943 erfolgte seine Hinrichtung im Landesgericht I in Wien.

Aus dem Urteil

„Wenn auch der Angeklagte nur im geringen Umfange Flugblätter verteilt hat und auch nicht in ­großem Umfange für die ’Rote Hilfe‘ tätig war, auch sonst keinen schlechten Eindruck macht, erfordern es jedoch die Staatsinteressen, dass gegen den Angeklagten (…) auf die höchste von dem Gesetz vorgesehene Strafe, die Todesstrafe, erkannt wird, da nur diese allein den Schutz von Volk und Reich sichernd angesehen werden kann.“

Mahnmal

Sein Name steht auf einem 1949 enthüllten Mahnmal der Firma Siemens AG Österreich (Wien 21, Siemensstraße 88-92).

Gedenkort - Landesgericht für Strafsachen Wien

Im ehemaligen Hinrichtungsraum des Landesgericht für Strafsachen Wien findet sich sein Name auf einer der Gedenktafeln.

Gedenkort - Gruppe 40, Zentralfriedhof

In der Gruppe 40 wurden die im Wiener Landesgericht Hingerichteten beerdigt. 2013 wurde die Gruppe 40 zur Nationalen Gedenkstätte erklärt.

Quellen und Bildnachweise

  • Willi Weinert, "Mich könnt ihr löschen, aber nicht das Feuer". 4. Auflage Wiener Stern Verlag, 2017
  • Porträtbild: Willi Weinert oder Wiener Stern Verlag
  • Bild Fallbeil/Guillotine: Leihgeber Kurt Brazda
  • Andere Bildrechte: Angabe bei Anklicken des Bildes (Bildinformation)
  • Andere Bilder: Privatbesitz oder Verein Zur Erinnerung

Porträt erstellt von Jürgen Heimlich, Verein Zur Erinnerung, auf Basis der angegebenen Quellen.

Weiterführende Informationen

  • DÖW Katalog zur permanenten Ausstellung. Hg. v. Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands, Wien 2006
  • Wolfgang Neugebauer, Der österreichische Widerstand 1938-1945, Wien 2008
  • Die Geschichte des Grauen Hauses und die österreichische Gerichtsbarkeit, Wien 2012
  • DÖW (Hg.) Widerstand und Verfolgungen in den österreichischen Bundesländern (Wien, Burgenland, Oberösterreich, Tirol, Niederösterreich, Salzburg), Wien 1975-1991
  • Heinz Arnberger, Claudia Kuretsidis-Haider (Hg.) Gedenken und Mahnen in Niederösterreich. Erinnerungszeichen zu Widerstand und Verfolgung, Exil, Befreiung, Wien 2011
  • Brigitte Bailer, Wolfgang Maderthaner, Kurt Scholz (Hg.), „Die Vollstreckung verlief ohne Besonderheiten“, Wien
  • Herbert Steiner, Gestorben für Österreich. Widerstand gegen Hitler. Eine Dokumentation, Wien 1995
  • Herber Steiner, Zum Tode verurteilt: Österreicher gegen Hitler. Eine Dokumentation, Wien 1964
  • Willi Weinert, „Mich könnt ihr löschen, aber nicht das Feuer“. Biografien der im Wiener Landesgericht hingerichteten WiderstandskämpferInnen gegen das NS-Regime. Ein Führer durch die Gruppe 40 am Wiener Zentralfriedhof. 4. Auflage Wiener Stern Verlag 2017
  • Lisl Rizy, Willi Weinert, „Mein Kopf wird euch auch nicht retten“. Korrespondenzen österreichischer WiderstandskämpferInnen aus der Haft. 4 Bände. Wiener Stern Verlag 2016

Web-Hinweise


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